Töfflibuebe + störefriede – damals und heute


PODIUMSGESPRÄCH IN DREI RUNDEN

8. Februar 2018 – 20 Uhr, Türöffnung 19.30 Uhr

Wie lebte es sich in einer Kommune oder als Hausbesetzer? Erhöhte ein schnelles Töffli die Chancen beim anderen Geschlecht? Welche Hürden muss ein Skater überwinden können? Und: wie ist es, heute jung zu sein?

Wir laden acht Akteure ein, die störten, ebenso einen Polizisten und einen Jugendarbeiter aus Wädenswil. In drei thematischen Runden geht es um die aufmüpfige Jugend, damals und heute. Auch das Publikum ist dazu eingeladen, aus der eigenen wilden Zeit zu erzählen oder Fragen zu stellen. SRF-Moderator Hannes Hug, in den Neunzigerjahren Moderator der schrägen Jugendsendung «zeBra», führt durch den Abend.

Eintritt Fr. 8.–


MODERATION: Hannes Hug, Jg. 1968

Bestreitet für Radio SRF 3 die Talksendung «Focus». Der gebürtige Berner betätigt sich zudem als Filmemacher («Generation Teleboy»), Konzepter und Texter.

«Pedro», Jg. 1963, ehemaliger Hausbesetzer Neudorfstrasse

Er war bei der Besetzung der Neudorfstrasse 22 dabei, ebenso danach auf der Burgruine. Er wohnte in der WG Seestrasse und war zudem Drummer der Band «Giddy up».

Katharina Schwitter-Fedier, Jg. 1962, ehemalige Bewohnerin WG Schönegg

Als die Dinge 1980 im AJZ ausarteten, fühlte sich die erst 17-Jährige, die gleich daneben an der «Kunsti» studierte, in der Stadt nicht mehr wohl und zog in die Schönegg. Dass sie zeitweise die einzige Frau unter lauter Männern war, war für sie damals ganz selbstverständlich.

Aida Stähli Milan, Jg. 1961, ehemalige Bewohnerin WG Schönenbergstrasse

Sie wirkte bei der Produktion des «Gossenblatts» mit und engagierte sich in verschiedenen Kulturprojekten und für Kulturraum, der im Theater Ticino verwirklicht werden konnte.


Max Bodmer, Jg. 1946, ehemaliger Dorfpolizist

Von 1979 bis 2009 war «dä Bodmer» in Diensten der Stadtpolizei Wädenswil. Als Einheimischer weiss er doppelt viel zu erzählen – und hat die andere Sicht auf die Räubergeschichten der Töfflibuebe.

Engin Colin Kiliç aka Sir Colin, Jg. 1979, DJ

Klar hatte er auch ein Töffli. Wirklich wichtig war ihm aber etwas anderes: Seine Musik und das Jugi. Cool war, wer erhöht hinter den Gitterstäben auflegen durfte und die Kollegen vor den Spiegeln zum Tanzen brachte.

Judith Schaub-Huber, Jg. 1971, ehemaliges Töfflimeitli

Eigentlich hätte sie sich einen stylischen Ciao gewünscht, doch das selbst verdiente Geld reichte nur für einen gebrauchten Puch Maxi. Immerhin lief der fast 50, weil vom Cousin frisiert. Ihr Traum war es, mit wehendem Haar auf dem Töffli über den Gotthard zu brausen.

William Zabeni, Jg. 1970, ehemaliger Töfflibueb

War als Italiener selbstverständlich auf einem Ciao unterwegs. Reisen mit dem Töffli über den Gotthard nach Italien gehörten dazu – schliesslich befand sich im grenznahen Varese und Luino bei «Moro» das Mekka für Frisierteile.



Aurel Greter, Jg. 1983, Leiter Jugend der Stadt Wädenswil

In Wädenswil aufgewachsen und war Aurel Initiant des Openairs Arx-en-ciel und kann die heutige Jugend aus eigener Erfahrung und aus der theoretischen Perspektive analysieren.

Dario Schenk, Jg. 1992, half beim Aufbau des Güeterschuppe mit

Er kennt verschiedene Perspektiven: die des Skaters, die des Sprayers und die des Musikers, dessen Band nach sinnvollen Übungsräumlichkeiten sucht.

Sandro Schlegel, Jg. 1996, hat den Club Industrie wieder zum Leben erweckt

In jungen Jahren war Sandro mit Irokesen-Haarschnitt und den schweren Schuhen als Punk unterwegs. Er gehört zu einer Gruppe junger Leute, die den Club Industrie umgebaut und wiedereröffnet hat.


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Medienmitteilung zum Podiumsgespräch vom 8. Februar 2018
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